Amazon stellt Vorschlag zu neuen Luftfahrtregelungen vor

Amazon arbeitet schon seit einiger Zeit an der Verwirklichung seines Programms Prime Air, welches die Lieferung von Produkten per Drohnen ermöglichen soll. Nun schlug das Unternehmen Luftfahrtregelungen vor, die genau das vereinfachen sollen. Dabei ist das Ansinnen von Amazon recht einfach nachvollziehbar. Das Unternehmen möchte klare Regelungen schaffen, um die Integration so sicher wie möglich zu gestalten.

Amazon will sich auf verstopften Luftraum vorbereiten

In New Orleans auf der Drohnenkonferenz Xponential stellte Amazon- Manager Gur Kimchi seinen Vorschlag für ein neues Luftfahrtgesetz vor. Laut Kimchi werde der Luftraum irgendwann überfüllt sein und somit arbeite das Unternehmen an einer Strategie zur erfolgreichen Integrierung von Drohnen.

Aufteilung des Luftraums

Kimchi schlägt eine horizontale Flugverbotszone zwischen 122 bis 152 Metern über Grund vor. In diesem Bereich, so sagt er, soll dann grundsätzlich niemand fliegen. Den Luftraum unter 122 Metern Höhe würde Kimchi gerne in zwei Bereiche aufteilen. In 61 bis 122 Meter sollen nur die leistungsstarken Drohnen fliegen, solche die lange Strecken zurücklegen können und dies bei hoher Geschwindigkeit. In bis zu 61 Metern Höhe sollen dann die Hobbypiloten mit ihren Drohnen fliegen dürfen. Zulässig wäre es ebenso das Durchqueren der Flugzonen beim Auf- und Absteigen.

Kontrolleure und Kommunikation

Außerdem sollen die Luftfahrtregeln noch zwei weitere Kriterien beinhalten. Die Drohnen sollen von Luftverkehrskontrolleuren beaufsichtigt werden. Diese sollen unter anderem mit der Flugverkehrskontrolle zusammen arbeiten und ferner Daten von ADS-B-Transpondern bearbeiten, sodass die Drohnen selbst damit nicht belastet werden.

„Sense and avoid“

Damit eine Drohne in der obersten Zone fliegen darf, muss sie in der Lage sein, anderen Objekten auszuweichen, beispielsweise einem Vogelschwarm oder einem Heißluftballon. Diese Information müsse die Drohne dann an die Luftverkehskontrolleure weiterleiten können.
Sonderzonen
Es soll zwei sogenannte Fälle von Sonderzonen geben. Laut Kimchi soll es risikoarme Zonen geben, in denen auch Hobbypiloten die Möglichkeit hätten in höheren Zonen zu fliegen. Und außerdem soll es absolute Verbotszonen geben, wo keine Drohne fliegen dürfe. Wie beispielsweise um einen Flughafen herum oder temporäre Verbotszonen wie bei Rettungseinsätzen.

Kimchi sagte in seiner Rede, er wünsche sich eine weltweite Einführung seines Vorschlags. Ob dies gelingt werden wir in naher Zukunft erleben. Um sich weiterhin über dieses Thema zu informieren besuchen Sie regelmäßig unseren Blog.


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