Smart farming – Revolution in der Landwirtschaft – Beitragsbild

In den letzten Jahren befindet sich die Landwirtschaft mehr und mehr in einer digitalen Revolution. Immer neuere Techniken kommen auf den Markt, die den Bauern die Arbeit erleichtern soll. Doch was genau sind die Vor- und Nachteile vom smart-farming? In den USA wird diese Technologie bereits in vielen Landesteilen eingesetzt.

Von Melkrobotern und Drohnen

Ein ganz normaler Tag im Stall. Die Kuh wird vom vollautomatischen Melkroboter gemolken und bekommt danach vom Futterroboter eine exakt auf sie angepasste Menge Nahrung vorgesetzt. Durch Sensoren werden laufend Daten erfasst. Wie viel frisst die Kuh, wie viel Milch gibt sie, wann bewegt sie sich.

Derweil draußen auf dem Feld. Traktor, Mähdrescher, Schlepper und Co. bewegen sich zentimetergenau über den Acker und hinterlassen schnurgerade Furchen. Nebenan überwachen Drohnen den Obstbestand aus der Luft. Auch sie sammeln ununterbrochen Daten, über den Zustand der Ernte, eventuellen Schädlingsbefall, Düngerstand.

Das Ende der traditionellen Landwirtschaft?

Smart farming nennt man die Digitalisierung und Vernetzung von Agrartechnik und Produktionsprozessen in der Landwirtschaft. Der Markt hierfür wächst jährlich um 12 Prozent. Noch arbeitet nur jeder fünfte Bauer in Deutschland auf Basis vernetzter Systeme, jedoch hat jeder zweite großes Interesse daran. Ist dies also der Anfang einer uns bevorstehenden Hightech-Landwirtschaft?

Transparenz steigt

Ackerbau und Tierhaltung werden zunehmend digitalisiert. Dies bietet die Chance Produktionsprozesse transparenter zu gestalten. Durch die gesammelten Daten ist es möglich einzusehen wie viel Dünge- oder Pflanzenschutzmittel gespritzt wurde. Ein weiterer Vorteil hierbei ist, dass man die genau benötigte Menge an Spritzmitteln nun richtig dosieren kann und somit die Umwelt weniger belastet.

Wem gehören die Daten?

Bei so viel Technik stellt sich auch in der Landwirtschaft die Frage: Wem gehören die Daten, welche die Systeme tagtäglich auf den Höfen einfahren? Der Bauer kauft vom Maschinenhersteller das Datensystem, der dieses dann auch noch verwaltet. Wer darf also mit den Daten arbeiten? Und wie garantiert man dem Bauern die Nichtweitergabe seiner Daten an die Konkurrenz? In Bezug auf den Datenschutz bleiben also noch einige ungeklärte Fragen.

Höfesterben wird beschleunigt

Etwas womit die Agrarwirtschaft in Deutschland schon seit Jahrzehnten zu kämpfen hat ist das Höfesterben. 1970  gab es in Deutschland noch mehr als eine Million Höfe, heute sind es knapp 287.000. Im Jahre 1950 ernährte ein Landwirt 10 Menschen, heute kann er 145 Mitbürger mit Lebensmitteln versorgen. Die Bauern spezialisieren sich. Aber Kleinbauern leiden unter der immer dichter werdenden Marktkonzentration und gehen schließlich insolvent. Die neuen Techniken könnten diese Tendenz verstärken, da sich nur die wenigen großen Betriebe vollautomatische Systeme leisten.

Das Thema technischen Veränderungen in der Landwirtschaft ist ein sehr spannendes.

Für weitere Informationen zu unbemannten Systemen besuchen Sie die Seite des buvus.de


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