Datenschutzdesaster bei der FAA – Beitragsbild

Die US Luftfahrtbehörde FAA führte zum Jahreswechsel eine Registrierungspflicht für Drohnen ein. Jetzt häufen sich die Beschwerden über Probleme beim Datenschutz.

Laut der FAA (US Luftfahrtbehörde) ist es in den USA seit dem 01. Dezember vergangenen Jahres Pflicht seine Drohne zu registrieren. Hierfür erstellte die FAA ein System in dem sich alle Besitzer einer Drohne online eine Registrierungsnummer zulegen können.

Online-Registrierung für Drohnen

Um sich in dem System anmelden zu können müssen allerdings Voraussetzungen erfüllt sein.

  1. Die Drohne muss zwischen 250g und 25kg wiegen (wiegt das Gerät über 25kg muss der Besitzer sich in einem papierbasierten System registrieren)
  2. Der Besitzer muss mindestens 13 Jahre alt sein (falls der Besitzer unter 13 Jahre alt ist, muss sich eine Person älter als 13 Jahre in dem System registrieren)
  3. Zum Registrieren muss eine E-Mail-Adresse, eine Kreditkartenummer und eine Postanschrift angeben werden

Die Registrierung kostet $5 Dollar und funktioniert einfach und schnell über das Internet. Sobald man seine Daten eingegeben und bezahlt hat bekommt man eine Nummer die für die folgenden 3 Jahre. Diese ist für all die Geräte gültig die man besitzt. Nun muss die Nummer nur noch sichtbar an der Drohne angebracht werden und schon kann es losgehen.

Es drohen Strafen bei Nichtbeachtung der Registrierungspflicht

Wer seine Drohne in den USA nicht registriert muss von nun an mit rechtlichen Strafen rechnen. So sind Geldstrafen bis zu $250,00 Dollar möglich. Die FAA gibt an, dass die Daten der Nutzer geschützt sind und für niemanden außer der FAA selbst zugänglich sind. Wie kürzlich bekannt wurde ist dies falsch.

Datenbank online abrufbar

So stellte sich heraus, dass z.B. durch Eingeben der Registrierungsnummer die Daten der Besitzer online auffindbar sind. Überdies warnt die FAA in ihren AGB´s nicht davor das Daten eventuell öffentlich einsehbar sind. Drohnenbesitzer und private Organisationen setzten sich bereits öffentlich für eine Abschaffung des aktuellen Registrierungssystems ein.

Was erwartet deutsche Drohnenbesitzer?

Auch bei uns in Deutschland halten die Diskussionen über die Einführung eines derartigen Systems an. Mittlerweile veröffentlichte die Firma Copting GmbH ein System zur freiwilligen Registrierung der Drohnen hier in Deutschland. Als Mitglied des UAV D-A-CH e.V. wirbt die Copting GmbH auf der Internetseite für eine freiwillige Anmeldung aller Drohnen in dessen Datenbank. Die Daten sollen nach der Erstellung einer offiziellen Datenbank bei UAV D-A-CH dann auch in selbige übernommen werden. Jedoch erschließt sich dem Leser nicht unbedingt der Mehrwert.

Proteste und Unmut auch in Deutschland

Durch die Datenschutzprobleme in den USA, die die dortige Registrierungspflicht brachte, reagieren hierzulande immer mehr Drohnenbesitzer skeptisch auf etwaige Anmeldungen in Online-Datenbanken. User in Internetforen äußern Misstrauen und Unmut gegenüber dem Datenschutz in Kommentaren wie diesem,:“Falls mal sowas kommt wie FAA in den USA wird man sich so und so dort direkt anmelden müssen. Warum sollte man irgendwem, der absolut nichts zu sagen hat Daten geben???“

Kommentare wie dieser zeigen, dass eine Registrierung in Zukunft lediglich offiziell von Amts wegen zustande kommen kann.

Sie sind genauso gespannt wie sich die Gesetzeslage zum Thema „Registrierung der Drohnen“ auch bei uns in Deutschland weiterentwickelt? Unser Blog und der Bundersverband für unbemannte Systeme informiert Sie immer über die neuesten Veränderungen.


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