Das selbstfahrende Auto aus der Zukunft bald Wirklichkeit?

Für 90 Prozent der Unfälle im Straßenverkehr ist menschliches Fehlverhalten verantwortlich. Selbstfahrende Autos werden daher von Herstellern wie Bosch erforscht. Schon heute machen uns viele Fahrerassitenzsysteme das Fahren einfacher und angenehmer. Sie übernehmen das Einparken oder bremsen automatisch ab wenn der Abstand zum vorderen Auto zu klein wird.

Selbstfahrende Autos schon morgen auf den Straßen?

Diese Systeme leisten einen großen Beitrag zur Sicherheit auf den Straßen. Wenn wir all diese technischen Entwicklungen betrachten, so könnten wir glauben, dass ein völlig autonomes Auto nicht mehr in allzu weiter Zukunft steht. Jedoch fehlen bis zum Schritt vom teil- zum hochautomatisierten Auto noch einige bedeutende Grundsätze.

Entwicklungsbedarf beim Thema Technik

Neben immer noch nicht geklärten rechtlichen Voraussetzungen, gibt es auch technisch noch einiges zu erarbeiten. Der Hersteller Bosch ist seit dem Jahr 2013 mit automatisch fahrenden Prototypen zum Beispiel auf der Autobahn A81 unterwegs. Dort werden vor allem bestimmte Absicherungen, sogenannte Redundanzen, getestet. Diese werden unbedingt benötigt. Sei es im Bereich der Sensoren, wo sich Kamera, Radar und Laser ergänzen sollen oder bei den Bremsen wo zwei Systeme unabhängig voneinander bremsen sollen. All das um die Sicherheit und das unbedingte Funktionieren der Systeme zu gewährleisten.

Internet als wichtiger Faktor

Hochautomatisierte Fahrzeuge sind allerdings auch auf Informationen über ihr Umfeld angewiesen, die über die Erfassung durch ihre Sensoren hinausgehen. Zum Beispiel müssen sie über eventuelle Staus oder Verkehrsmeldungen informiert sein. Dies wird aller Voraussicht nach durch eine Vernetzung zu einem Server sichergestellt. Um diese Technik anwenden zu können wird allerdings flächendeckendes Internet benötigt. Um dies zu ermöglichen muss noch viel in Infrastruktur investiert werden.

Vertrauen in das System

Ein weiterer wichtiger Faktor, so Bosch, ist das Vertrauen der Menschen in das System. Um dies zu erreichen arbeitet der Hersteller an einer Informationskette. Denn das System soll jeden Schritt rechtzeitig vorher ankündigen. So melden die derzeitigen Prototypen sobald automatisiertes Fahren auf einem Streckenabschnitt möglich ist. Der Fahrer muss dann für drei Sekunden zwei, sich am Lenkrad befindliche, Knöpfe gedrückt halten, damit das Auto in den autonomen Fahrstatus übergeht. Dies soll irrtümliches Wechseln in das selbstfahrende System ausschließen. Auch vor einem Spurwechsel kündigt das System sein Vorhaben rechtzeitig an. Bosch-Geschäftsführer Dirk Hoheisel meint, dass sich Vertrauen zum System aufbauen lässt, indem es ständig, leicht verständliche Information darüber gibt was es gerade tut.

Entwicklung eines neuen Lifestyles

Die neuen Entwicklungen werden unseren Blick auf Transportation komplett verändern. Nicht nur die öffentlichen Verkehrsmittel wie Bus und Bahn könnten unattraktiver werden, sondern auch die Fluggesellschaften würden einen Einbruch spüren. Denn wer präferiert nicht das bequeme Auto mit mehr Beinfreiheit wenn man als Alternative das Flugzeug mit mehreren hundert Fremden teilen müsste. So werden die Kurzstreckenflüge durch das selbstfahrende Auto ersetzt werden.

Wenn Sie mehr über das spannende Thema der unbemannten Systeme erfahren möchten dann besuchen sie die Seite des BUVUS (Bundesverband für unbemannte Systeme). Hier erfahren Sie alles rund um das Thema Entwicklung und Anwendung unbemannter Systeme in all ihren Dimensionen.


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