Regierung plant strengere Gesetze für Drohnen

Die Bundesregierung plant strengere Gesetze für das Steigenlassen von Drohnen. Durch fehlende Regelungen kam es in der Vergangenheit vermehrt zu Beinahe-Unfällen.

Kommt bald der Führerschein für Drohnen?

Einen Führerschein für Drohnen sollen nun, laut Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur Dobrindt (CSU), alle Besitzer der Drohnen von 5 bis 25 Kilogramm machen, wenn sie gewerblich genutzt würden. Hierfür müsse der Drohnen-Pilot „fliegerische und luftrechtliche Kenntnisse“ in einer Prüfung nachweisen. Die Lizenz wird dann vom Luftfahrt-Bundesamt ausgestellt.

Die Bundesregierung arbeitet aktuell an einem Gesetzesentwurf der in Kürze vorgestellt werden soll. Darin geht es neben der Einführung eines Führerscheins auch um die Flughöhenregelung und darüber in welchen Gebieten private Nutzer ihre Drohnen fliegen lassen dürfen.

Regelungen zu den Flugverbotszonen

Laut Minister Dobrindt (CSU) werden private Drohnen-Flüge in einer Höhe von mehr als 100 Metern, außerhalb der Sichtweite des Steuerers, über Industrieanlagen, Justizvollzugsanstalten, militärischen Anlagen, Menschenansammlungen, Unglücksorten oder Katastrophengebieten und Einsatzorten von Polizei oder anderen Sicherheitsbehörden oder -organisationen, Kraftwerken und Anlagen der Energieerzeugung und -verteilung sowie Bundesfernstraßen und Eisenbahnlinien nicht erlaubt sein. Laut dem Bundesminister sei es  dann selbst widerrechtlich Wohngebiete zu überfliegen.

Auch die gewerbliche Nutzung von Drohnen soll in den Gesetzen neu geregelt werden. So sollen gewerbliche Einsatzmöglichkeiten erweitert werden und das Steuern außer Sichtweite soll künftig ebenfalls erlaubt sein.

Kennzeichnung der Geräte

Dazukommt, dass alle privat genutzten Geräte bis 0,5 Kilogramm künftig gekennzeichnet werden müssen, um bei Missbrauch oder Unfällen den Verursacher identifizieren zu können. Allerdings gab es bisher noch keine genaueren Angaben darüber, wie diese Kennzeichnung erfolgen soll. Auch sind einige Hobby-Modelle um einiges leichter als die genannten 0,5kg.

Gesetze werden immer notwendiger

Grund für die neuen Gesetze seien die neu entstandenen Sicherheitsrisiken. So werden Regelungen immer erforderlicher, da sich gefährliche Vorfälle mit Drohnen in der Vergangenheit häuften. Wie wir bereits im September letzten Jahres berichteten ereignete sich ein Beinahe-Unfall am Hamburger Flughafen. Dies liegt unter anderem an der unklaren Gesetzeslage und der dadurch fehlenden Strafverfolgung.

Gespannt warten wir also auf den neuen Gesetzesentwurf der Bundesregierung! Wir hoffen, dass die Regierung dabei Experten mit einbindet und befragt. Der Bundesverband für unbemannte Systeme aus Hamburg bietet hier nicht nur ein hervorragendes Netzwerk, sondern auch entsprechende Fähigkeiten.


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