Zweite Sitzung des Normungsgremiums bei der ISO

Heute nahm eine deutsche Delegation an der zweiten Sitzung des Normungsgremiums TC 20 / SC 16 bei der ISO teil. Die International Standardization Organization ist das internationale Gegenstück zum Normenausschuss 131-01-01 AA beim Deutschen Institut für Normung e.V. In diesen Gremien entstehen Normen für die Branche, die zu einem maßgeblichen Anteil zur Entwicklung des Marktes beitragen können.

Interessante Besetzung des Normungsgremiums bei der ISO

Wo auf internationaler politischer Ebene noch gerungen wird, sitzen bei der ISO bereits alle wieder an einem Tisch und reden offen und ehrlich miteinander. Delegationen aus Russland, China, Korea, Großbritannien, Spanien, Japan, den USA und Deutschland sowie von diversen Organisationen nahmen am heutigen Mittwoch an der Sitzung in London teil.

Das „Department of Transport“ hatte Räumlichkeiten bereit gestellt. Die Diskussionen am ersten Tag überschritten bereits die ursprünglich veranschlagte Redezeit bei Weitem.

Auswertung der letzten Sitzung des Normungsgremiums

Der Chairman, John Walker aus den USA, umriss die letzte Sitzung für die Anwesenden noch einmal. Dabei wurde schnell klar, dass die Arbeit innerhalb des Gremiums von Diskussionen geprägt sein wird. Jedes Land vertritt schließlich deren nationalen Ansatz und damit auch nationale Interessen.

Im Verlaufe des Tages wurden die diesbezüglichen Unterschiede noch einmal deutlich, als es um die Auffassung von Autonomie, Regulierung und Normierung sowie dem Einfluss der Normierung auf die Regulierung ging.

Nationale Interessen vs. gemeinsamer Ansatz

Die nationalen Delegationen, die bei der ersten Sitzung nicht vertreten waren, hatten danach die Möglichkeit noch einmal dezidiert auf deren nationale Vorstellungen einzugehen. Der Delegationsleiter von der DIN, Christian Caballero, bereitete dabei den Weg zu vielerlei Diskussionen. So wurde durch ihn besonders der innovative und vor allem aktive Ansatz im deutschen Normungsgremium hervorgehoben und noch einmal betont, dass Kommunikation und Austausch der Schlüssel zum Erfolg ist.

Danach konnte sowohl der Leiter von ASD-STAN als auch die Chinesische Delegation noch einmal deren Sicht der Dinge darlegen. Gefolgt von Korea, die im Bereich der Standardisierung noch ganz am Anfang stehen, und einem Vertreter der SAE-Gruppe.

Die Deutsche Delegation bestand aus Herrn Caballero, Herrn Hesselbarth, einer Vertreterin von der DIN sowie Herrn M. von Airbus. Die Arbeit verspricht hoch interessant und vor allem nicht ganz einfach zu werden.

Wir berichten weiter von der Sitzung…


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