Gefährlicher Zwischenfall mit Drohne am Hamburger Flughafen

Am späten Samstagabend ereignete sich ein gefährlicher Zwischenfall mit einer Drohne am Hamburger Flughafen Fuhlsbüttel. Es waren nur knapp 30 Meter, die das Passagierflugzeug der Finnair und die Drohne trennten.

Dieser Zwischenfall war nicht der erste am Hamburger Flughafen

Es fehlte nicht viel und fast wäre am Sonnabend in Hamburg eine Drohen mit einem Passagierflugzeug zusammengestoßen. In knapp 250 Metern Höhe überraschte das unbemannte Flugobjekt den Piloten beim Landeanflug auf den Hamburger Flughafen. Die Polizei wurde unverzüglich von Mitarbeitern des Flughafen-Towers informiert, jedoch bleibt der Täter bisher unbekannt. Auch zu dem Besitzer der Drohne oder dem Gerät selbst gibt es keine Anhaltspunkte. Der Aufstiegsort der Drohne wird im Stadtteil Langenhorn vermutet. Dessen ungeachtet wurde ein Strafverfahren eingeleitet. Das Landeskriminalamt hat seine Ermittlungen wegen gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr aufgenommen und bittet um jegliche Hinweise zu dem Vorfall.

Hoffnungen machen wir uns allerdings derzeit keine, dass der Verursacher ausfindig gemacht wird. So sind Drohnen derzeit nicht registriert oder die Nutzer dazu verpflichtet sich ausbilden zu lassen. Hinzu kommt, dass bei der Nutzung zur Freizeitgestaltung und Hobbyzwecken eine verpflichtende Anmeldung entfällt.

Zunehmende Gefahr

Derartige Zwischenfälle mit Drohnen im Flughafenbereich hätten in den vergangenen Jahren stark zugenommen, erklärte die Flughafen-Sprecherin Stefanie Harder dem Hamburger Abendblatt. Dabei sei es extrem gefährlich, Drohnen in diesen Bereichen steigen zu lassen, da sie den Flugzeugen sehr leicht sehr gefährlich werden können. Trotzdem gäbe es fast wöchentlich Vorfälle mit Drohnen. Hinzu kommt, dass eine Sperrzone von 1,5km um den Flughafen besteht, in der eigentlich ohne Genehmigung keine Drohnen aufsteigen dürfen.

Unbedingt Genehmigungen und Informationen einholen

Die Polizei weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass das kommerzielle Betreiben von Drohnen grundsätzlich genehmigungspflichtig ist und auch private Nutzer für einen Aufstieg innerhalb des Umkreises von 1,5km um die Flughäfen Fuhlsbüttel und Finkenwerder sowie der diversen Hubschrauberlandeplätze eine Genehmigung von der Luftaufsicht zusätzlich zur Flugverkehrskontrollfreigabe benötigen. Außerhalb der 1500 Meter im Stadtgebiet Hamburg ist eine Freigabe der Deutschen Flugsicherung einzuholen, wenn die Drohne im gewerblichen Einsatz höher als 50 Meter, im privaten Einsatz höher als 30m steigen soll. Unbenommen davon bleibt die Pflicht zur Genehmigung bei anderer Nutzung als zur Freizeitgestaltung.

Experten beraten über Regeln und Gesetze

Zur selben Zeit trafen sich am Wochenende die Fachleute aus verschiedensten Bereichen, um unter anderem über genau dieses Risiko der Drohnennutzung zu diskutieren. Auf der UASympEx (Unmannend Aircraft Symposium and Exposition), die in Hamburg in der NBS Northern Business School stattfand, berieten sich Experten des Datenschutzes, Luftsicherheitsexperten des Verbandes für Sicherheit und Wirtschaft Norddeutschland e.V., das Deutsche Institut für Normung e.V. (DIN), der Leiter der Luftaufsichtsbehörde oder der Referatsleiter aus der Abteilung Angelegenheiten der Bundespolizei aus dem Bundesministerium des Innern zum aktuellen Thema Integration und Sicherheit von Drohnen.

Wie die Welt am Sonntag berichtete, diente die Veranstaltung auch dazu, um Diskussionen über fehlende Gesetze und Regelungen anzustoßen. Fazit des Interviews war, dass es nur eine Frage der Zeit ist wann ein Schadensfall eintritt und dieser sogar erwartet wird, um die nicht vorhanden Regelungen einführen zu können.

Wie sich die Sicherheits- und Rechtslage zum Thema Drohne in Zukunft entwickelt können Sie auf unserem Blog weiterhin verfolgen.


Kommentar verfassen