Helfen im Schwarm – mit Drohnen für die Feuerwehr!

Wie würde das Eingreifen der Feuerwehr mit Drohnen im Schwarm aussehen und funktionieren? Besonders bei Großunfällen oder großem Schadensereignis oder womöglich bei einem GAU (Größt Anzunehmender Unfall) spielt der Schutz der Helfer eine große Rolle. Wie wir im vorherigen Artikel berichtet haben will die Feuerwehr in den USA Drohnen mit der Software „Fuego“ – Fire Urgency Estimator in Geosynchronous Orbit einsetzen, um Herr der Lange in der Brandsaison zu werden.

„Anchors” was ist das?

Auch die Deutsche Feuerwehr möchte auf Drohnen-Technologie setzten um etwa Verschüttete mit Hilfe von Wärmebildkameras finden zu können und setzt teilweise schon auf die Drohnen-Technologie. Genau daran arbeitet „Anchors“ – Assisted Ad Hoc Networks for Crisis Management and Hostile Environment Sensing“. Anchors ist ein Deutsch-Französisches Gemeinschaftsprojekt zwischen dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und der französischen Agence National de la Recherche (ANR), die das Ziel haben ein autonomes agierendes Netzwerk von UAVs zu schaffen. Forscher und Ingenieure arbeiten nun drei Jahre lang an dieser Technologie.

Wie soll Anchors funktionieren?

Anchors besteht nicht nur aus Drohnen, sondern auch aus anderen nicht bemannten Fahrzeugen und Robotern. Jedes UV (unmanned vehicle), sei es eine Drohne (UAV) oder das Bodenfahrzeug (UGV), kann mit den andern UVs aus seinem Netzwerk kommunizieren. Jedes UV hat eine bestimmte Aufgabe nach einem Unfall, so können die UAVs mit verschiedenen Sensoren ausgestattet um verschiedene Daten zu erhalten. Ist ein sehr großes Gebiet betroffen, wie im Falle von Fukushima ,könnten UGVs die UAVs an die gewünschte Stelle bringen und dort ferngesteuert aktiviert werden. Die UAVs würden dann autonom die Umwelt erkunden und analysieren und die Daten dann zentral zur Verfügung stellen. Die Akkulaufzeit ist bei diesen UAVs genau wie im Privaten oder kommerziellen Bereich noch begrenzt.

Und wozu Anchors?

Diese Technologie kann, ohne Menschen in Gefahr zu bringen, in gefährliche Gebiete bzw. Einsätze geschickt werden. Die UAVs werden in gefährliche Gebiete mittels ferngelenkten UGVs gebracht und können die Umgebung am Zielort autonom erkunden. In Fukushima (2011) hätte diese Technologie das Risiko für die Menschen im Einsatz erheblich reduziert. Auch in Fällen von Überflutung oder einem Bergrutsch müssen keine Rettungskräfte mehr in Gefahr gebracht werden. Mit zunehmender Entwicklung der Technologie könnten Opfer besser aufgefunden und die Helfer weniger in Gefahr gebracht werden.

Wie sich Anchors weiterentwickelt bleibt natürlich abzuwarten.

Wie sich eine solche Technologie in bestehende Lagesysteme einbetten kann und wie vor allem das gesamte Drum-Herum organisiert sein muss,  das erfahren Sie alles auf der UASympEx dem Symposium rund um Sicherheit und Integration von Drohnen.


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