ZDF Drohne über Flüchtlingsheim in Neukölln

Bei Dreharbeiten zu der ZDF-Sendung „Frontal 21“ sorgte eine Kameradrohne vor einem Flüchtlingsheim in Neuköllen für Aufregung. Die Drohne soll unmittelbar vor einem Fenster des Flüchtlingsheimes herumgeflogen sein.

Wie der Tagesspiegel berichtete habe ein pakistanischer Mann daraufhin einen Nervenzusammenbruch erlitten. Dies ließe sich laut der Meldung dadurch erklären, dass es ihn an die US-amerikanischen Kampfdrohnen erinnerte, die sein Dorf und viele Menschen das Leben kostete.

Flog die Drohne wirklich übers Flüchtlingsheim?

Wie das ZDF-Team bestätigte, hatten sie für den Dreh einen Quadrocopter mit einer Mini-Kamera ausgestattet und fliegen gelassen. Jedoch konnte durch GPS-Daten bestätigt werden, dass die Drohne nicht näher als 100 Meter an das Flüchtlingsheim herangeflogen sei. Außerdem war eine Fluggenehmigung für den überflogenen Bereich vorhanden.

Dennoch gibt es widersprüchliche Aussagen. Da die Fluggenehmigung unter Vorbehalt ausgestellt wurde und nur mit Zustimmung des Flüchtlingsheimbetreibers zu 100% galt, da dieser sein Hausrecht ausübe. Da der Betreiber dies jedoch verweigerte bleibt abzuwarten wie es ausgeht.

Es gibt ebenfalls Stimmen, die eine deutlich kritischere Haltung einnehmen. So wurde in Frage gestellt, ob denn der Mann überhaupt je eine amerikanische Drohne gesehen habe. Zudem seien die amerikanischen Drohnen vom Typ Predator oder Reaper deutlich unterschiedlich zu dem in diesem Fall eingesetzten Quadrokopter. Auch die Einsatzhöhe der amerikanischen Drohnen sei so hoch, dass ein auffassen mit dem bloßen Auge kaum möglich ist.

Durch diesen Fall wird sehr schön gezeigt, das die Forderungen nach Regelungen, Sicherheit und einer vernünftigen Integration berechtigt sind. Diese Thematik wird in Hamburg demnächst auf einem Symposium beleuchtet.


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