Erleben Sie wie bei der Frühmahd mit Drohnen Tierschutz betrieben wird

Jedes Jahr sterben hunderttausende Wildtiere in der Mähsaison. Meist sind es Jungtiere, da die Mähsaison mit der Setzzeit der Tiere kollidiert. Neben den Tierschutz-Rechtlichen Aspekten stellt das verunreinigte Mahdgut mit den Kadaverresten eine Bedrohung für die damit gefütterten Tiere dar, denn sie fördert den Botulismus eine tödliche Lebensmittelkrankheit.

Die Mähtechnik ist heute sehr weit entwickelt. Sie können mit einer Mähgeschwindigkeit von bis zu 15 Kilometer pro Stunde fahren und haben oft eine Mähbreite von 13 Metern oder sogar mehr. Daher passiert es oft, dass die Landwirte die Tiere gar nicht oder zu spät sehen, sodass der Landwirt die großen landwirtschaftlichen Geräte nicht mehr rechtzeitig zum halten bringen.

Prävention durch Landwirte und per Gesetz

Da 75 bis 80 Prozent der Tiere bei Ihrer Flucht möglichst in eine Deckung wie den Wald fliehen, können die Landwirte durchaus präventiv gegen die Mähunfälle vorgehen, indem sie von der Mitte des Feldes anfangen nach außen zu Mähen. Hierbei wird die Fluchtchance für die Tiere erhöht. Landwirte sind sogar gesetzlich verpflichtet zu handeln und müssen nachweislich dafür Sorge tragen, das Sie alles gegen solche Vorfälle tun. Klaus Röther vom Landesjagdverband Hessen sagte: „Jeder muss ein bisschen mitdenken, um zu verhindern, dass weitere Tiere umkommen. Alles andere ist aus Tierschutzgründen nicht hinnehmbar“.

Vornehmlich treffen diese Vorfälle junge Rehkitze. Aber auch das ein oder andere Gelege von bereits brütenden Vögeln oder auch andere Jungtiere fallen reihenweise den Mähwerken zum Opfer.

Mit Wärmebildkameras und Drohnen dagegen ankämpfen

Da trotzdem jährlich noch hunderttausende Tiere sterben, soll nun die Drohnen-Technologie zum Einsatz kommen. Die mit Wärmebildkameras und GPS ausgestatteten Drohen sollen die Tiere aufspüren, sodass mit Hilfe der GPS-Daten die Tiere aus den Feldern geholt werden können. Hierbei ist es vor allem wichtig, mit den Jägern vor Ort zusammen zu arbeiten und vor der Mahd die Tiere aus dem Feld zu entfernen. Oft haben sich auch rote Wannen oder Wäschekörbe bewährt, die einfach bei der Absuche über das Kitz gelegt werden. Dadurch entfällt der Kontakt mit dem Tier, was eine spätere Aufnahme durch das Elterntier erleichtert. Denn damit ist nicht nur im besonderem Maße den Tieren geholfen, sondern auch den Landwirten.

Rechtlich geklärter und trotzdem schwieriger Raum

Nach geltender Rechtslage ist das Töten eines Wirbeltieres ohne Grund allerdings verboten, wie es gemäß §4 Tierschutzgesetz heißt. Der Verhinderung dieser Vorfälle sollte also allein aus rechtlicher Sicht eine gesonderte Betrachtung zukommen. Der Einsatz von Drohnen zur Verhinderung des Mähtodes  wurde zwar bereits teilweise erforscht, der systematische und vor allem kostengünstige Ansatz ist hierbei allerdings noch nicht erkennbar.

Besonders kleine Landwirte stehen hier den Konsequenzen eines solchen Vorfalles meistens ohne Schutz und Puffer gegenüber. So bleibt die kosten- und zeitintensive Absuche durch einen Jäger mit Hund meistens die Ausnahme. Das rausfahren auf das Feld und Abstecken mit Flatterband am Vortag ist auch zeitraubend und vor allem ineffektiv.

Forschungsprojekte in dieser Richtung sind derzeit in Hamburg an einem  Institut für unbemannte Systeme bereits in Planung und werden vermutlich Anfang nächsten Jahres die ersten Ergebnisse auswerfen.

Ob die Mähtotenrate der Tiere jedoch zurückgeht bleibt abzuwarten. Weitere Informationen wird es auch auf der UASympEx2015 geben. Diese Veranstaltung wird sich auch explizit mit der Integration uns Sicherheit von Drohnen beschäftigen.


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