Eingriff in den Luftverkehr – weitere Vorfälle

Das eine neue Technologie auch gefährlich sein kann, wenn Sie missbraucht oder unsachgemäß genutzt wird, ist besonders bei Eingriff in den Luftverkehr immer bedrückend deutlich. Das zeigt auch ein Bericht der Frankfurter Neuen Presse, wonach im Raum EGELSBACH eine Cessna im Landeanflug Probleme mit einer Drohne bekam.

Wie die FNP berichtet ermittelt seitdem die Kriminalpolizei wegen gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr und sucht Zeugen. Der Vorfall soll sich bereits am Sonntagmittag zwischen Langen und Egelsbach im Bereich der Darmstädter Landstraße ereignet haben. Gegen 13.50 Uhr sei ein Kleinflugzeug im Landeanflug zum Flugplatz Egelsbach auf eine in unmittelbarer Nähe verbotswidrig gestartete Drohne gestoßen. Die beiden Luftfahrzeuge kamen sich auf etwa 100 Meter nah. Die Drohne war unten schwarz und oben silberfarben. Die Cessna konnte unbeschadet landen.

Vorfälle werden mehr – Eingriff in den Luftverkehr

Vorfälle wie diese nehmen stetig zu. Nicht nur die Piloten an sich, sondern auch die Behörden haben erkannt, dass diese Gefahr, die von Missbrauch ausgeht, eingedämmt werden muss. Da die Nutzung von Drohnen und anderen Flugobjekten im Umfeld von Flugplätzen ist verboten ist, kann man in diesem Fall durchaus von einer missbräuchlichen oder unwissentlich fehlerhaften Bedienung ausgehen.

Hier kommt unsere Forderung nach Schulung und Zertifizierung von Gerät und Personal sowie die Registrierung der Drohnen immer deutlicher zutage. Im Ermittlungsfalle muss nun erst einmal geklärt werden, wer denn überhaupt der Bediener war. Ist dieser nicht geschult und fliegt zum Zwecke der Freizeitgestaltung, so ist auch nicht organisatorisch dazu gezwungen, mit Stellen in Verbindung zu treten, die ihn über die Gefahren oder auch Verbote in Bezug auf Drohnen aufklären könnte. Beim Verkauf bei Amazon wird schließlich kein Beipackzettel angeboten oder auf Schulungen verwiesen.

Seit langem fordern wir bereits die Verpflichtung zur Schulung des Bediener-Personals und die Registrierung der Geräte ab Verkauf. Auch ein Drohnen-TÜV würde eine gewisse Handlungssicherheit für Behörden, Bürger und vor allem die Technologie an sich bringen. Schließlich wäre eine Gefährdung durch Missbrauch deutlich minimiert.


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