Finden Sie die Drohne welche zu Ihnen passt

Das Jahr 2014 war ein gutes Drohnen Jahr – die Branche ist aufgegangen und entwickelt sich prächtig. Das Interesse der Bevölkerung ist rasant angestiegen. Dabei geht es nicht um die kontrovers diskutierten militärischen Drohnen sondern vielmehr um den gewerblichen Markt und den Freizeitbereich. Viele von uns haben mit Sicherheit bereits in den Parks der Städte und auch auf dem Land ihre ganz eigenen Erfahrungen mit den kleinen fliegenden Modellen gemacht.

Gerade zu Weihnachten lagen Drohnen bei sehr vielen Familien unter dem Weihnachtsbaum. Dabei machen es uns große Elektronikhändler einfach. Amazon und Conrad bieten bereits Drohnen im Preissegment zwischen 30 Euro beginnend bis zu 2000 Euro an. Dabei werben die Hersteller alle mit den gleichen Mechanismen: einfachste Handhabung und dabei ein umfangreiches Portfolio an Möglichkeiten. Stark vertreten sind dabei die Hersteller Parrot, DJI, Syma und Horizon Hobby.

Aber warum genau sind diese kleinen Luftfahrzeuge so interessant geworden?

Ist Ihnen aufgefallen, dass in immer mehr Filmen Luftaufnahmen genutzt werden – der Blick aus der Vogelperspektive? Auch Filme die nicht aus den großen Hollywoodschmieden kommen können sich nun Luftaufnahmen in HD-Qualität leisten. Kostet doch eine selbst beschafftes und professionelles UAV gerade mal so viel wie ein Tag Hubschrauber und Besatzung.

Ein weiterer Hype wurde durch „Youtube“ angestoßen. Sogenannte „Eye-in-the-sky“ Videoclips werden immer populärer. Besonders im Extremsportbereich, bei dem Filmaufnahmen normalerweise extrem teuer und/oder aufwendig waren, setzen sich diese schnellen und kleinen, ferngesteuerten Helfer immer mehr durch. Ihre speziellen Eigenschaften, wie die hohe Geschwindigkeit, die Windstabilität, die Perspektive und die Agilität sind die ausschlaggebenden Faktoren hierbei.

Für alle, die sich in diesem Jahr allerdings eine Drohne kaufen wollen, ob nun gewerblich oder privat, stellen sich gleich mehrere Fragen. Zum einen ist da die Kaufentscheidung bzw. das Produkt an sich, dann die Versicherung und die Regelung des Einsatzes.

Wir werden in den nächsten Wochen alle drei Aspekte beleuchten und fangen heute mit dem Thema der Produktwahl an.

Wenn man nun bei Amazon den Suchbegriff „drohne“ eingibt so ergibt dies ca. 1700 Treffer. Welcher aber ist davon nun der Richtige für mich und mein Einsatzgebiet? Zu allererst sollten Sie sich fragen, welches Einsatzgebiet Ihre Drohne haben soll. Ist der gewerbliche Einsatz vorgesehen, so sollten Sie umgehend einen unabhängigen Berater anrufen, der mit Ihnen zusammen ein Produkt ausfindig macht und auf Ihre Bedürfnisse zuschneidet.

Für den Freizeitbereich sollten Sie sich die Frage stellen, ob das Gerät für Erwachsene oder für Kinder eingesetzt werden soll.

Für Kinder

Da fragen sich doch hoffentlich alle Eltern: Welche Gefahren birgt so eine Drohne? Mal sehen, ein sich schnell bewegendes Flugobjekt mit scharfen, sich schnell drehenden Rotoren – was könnte schief gehen? Alles!

Drohnen sind gefährlich, kein Zweifel! Demnach ist die ständige Aufsicht von Erwachsenen ein Muss! Was das Gerät an sich angeht, so schauen Sie nach einer robusten Variante, die nicht gerade die Welt kosten sollte. Auch Schutzhauben oder Bügel um die Rotoren herum sollten vorhanden sein oder nachzurüsten sein. Dies schützt nicht nur das Fluggerät an sich vor Beschädigungen, sondern auch alles, mit dem es von nun an kollidieren kann.

Die Firma „Parrot“ bietet für knapp 100 Euro eine sogenannte „Rolling Spider“ an. Das Gerät wird über ein Smartphone oder Tablet-PC gesteuert und kann Bilder machen. Dabei dienen die großen Laufräder nicht nur als Schutz, sondern sie sind auch dazu da, die „Rolling Spider“ an Wänden, der Decke oder ganz einfach auf dem Boden entlang fahren zu lassen.

Ein klassisches Modell im „Quadrocopter“ Design kann man von der Firma „Syma“ erwerben. Die „X5C“ ist je nach Ausstattung bereits für 75 Euro zu haben und bietet unter anderem hohe Geschwindigkeiten, zum Verfolgen LED’s an der Unterseite und eine HD-Kamera, mit der man Videos aufnehmen kann. Gesteuert wird hier mit einer klassischen Fernbedienung.

Für Erwachsene

Für Erwachsene bietet die vorgenannte „Syma X5C“ ehrlicherweise eine ähnlich gute Erfahrung. Dabei ist der Markt für die erwachsenen Piloten doch noch einiges größer. Hier kann man auch auf größere Modelle von „DJI“ oder „Horizon Hobby“ setzen. Auch die Kameraqualität und die Steuerung an sich werden besser bei den etwas hochpreisigen Modellen.

Die „AR-Drone“ oder „Bebob“ von Parrot, die preislich zwischen 400 und 500 Euro liegen, zeigen hier eindeutig, dass bereits im Freizeitbereich ausgewachsene Drohnen unterwegs sind. Nicht nur eine full-HD Kamera oder eine GPS-Ortungsfunktion, sondern auch ein vollstabilisiertes Fluggerät wird hier zum Kauf angeboten. Eine „Return-back“ Funktion lässt das Gerät, wenn es außer Sichtweite gerät, unverzüglich zum Startplatz zurückkehren. Auch die ca. 12 Minuten Flugzeit sind deutlich größer, als bei den Versionen im niederen Preisniveau.

Für Bastler

Der Bastler unter den Drohnen-Piloten wechselt am besten zu DJI und seinen „Phantom“ Geräten. Was für die Gitarrenindustrie Gibson ist, das ist ganz sicher DJI für die Drohnen-Branche. Mit den Geräten von DJI fing der Hype in den USA an und die Geräte an sich sind auch die reifsten am Markt. Die „Vision+“ ist derzeit eine erschwingliche und doch hoch professionelle Version, die mit einer Flugzeit von 25 Minuten, einer vollkommen kontrollierbaren Kamera und einer sehr ausgereiften GPS-Funktionalität (Return-back und Flugrouten Programmierung) viele andere Modelle aussticht. Für 1200 Euro ist diese bei Conrad zu haben.

Sicherheit!

Für welchen Bereich Sie sich auch entscheiden und welches Gerät Sie schlussendlich kaufen, ist im Grunde egal. Wichtig sind die allgemeinen Einsatzregeln für ihr Gerät!

  • Sie sollten nicht näher als 30 Meter an Gebäude, Fahrzeuge oder Menschen heranfliegen
  • Nicht über bewohnte Gebiete fliegen oder über Menschen.
  • Vermeiden Sie es, innerhalb von 1,5 km um einen Flugplatz/-hafen sowie einem Helikopterlandeplatz zu fliegen.
  • Nur mit Sichtverbindung zum UAV, bei gutem Wetter und tagsüber fliegen!
  • Nicht über 100 Meter hoch fliegen!

Und seien Sie sich über folgende Tatsachen Bewusst:

  • Sie haften für auftretende Schäden durch das Gerät vollumfänglich – schließen Sie eine Haftpflichtversicherung ab!
  • Informieren Sie sich bei der für Sie zuständigen Luftaufsichtsbehörde!
  • In manchen Städten oder Bereichen kann es verboten sein in gewissen Frequenzbändern zu kommunizieren, wenn man keine Erlaubnis hat.


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